Gerhard Polt bekommt Kunst-Ehrenpreis des Ministerpräsidenten

Der Kabarettist Gerhard Polt (83) erhält den bayerischen Kunst-Ehrenpreis des Ministerpräsidenten. Polt sei ein Gigant des Kabaretts, er habe das kulturelle Selbstverständnis des Freistaats tief geprägt, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) laut Mitteilung vom Mittwoch. „Er zeigt, dass Satire keine Lautstärke braucht, sondern Verstand, Haltung und die Liebe zur Sprache.“ Der Bayerische Kunstpreis wird in diesem Jahr erstmals verliehen.

Die Beobachtungsgabe Gerhard Polts reiche von Stammtischweisheiten bis zur Weltpolitik, sagte Söder weiter. Seine Figuren seien tiefgründige Karikaturen, die immer den Menschen dahinter im Blick behielten. Polt sei ein Meister der feinsinnigen Satire, der die kleinen Absonderlichkeiten des Alltags mit scharfem Blick und unverwechselbarem Sprachwitz beleuchte. Seine Werke wie „Man spricht deutsh“, „Kehraus“ oder „Nikolausi“ seien bayerische Kulturgeschichte.

Mit dem Bayerischen Kunstpreis will die Staatsregierung Personen würdigen, die sich in herausragender Weise um die Kunst in Bayern verdient gemacht haben. Der Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert und wird in den Kategorien Ausstellung, Stimme, Kreatives Schaffen, Innovation, Programm, Kulturbotschafter, Performance und Besonderer Ort vom bayerischen Kunstminister auf Empfehlung einer Fachjury vergeben.

Der undotierte Ehrenpreis des Ministerpräsidenten geht an Persönlichkeiten, die durch ihr außergewöhnliches Schaffen die Kunst im Freistaat in besonderem Maße geprägt haben. Die Preisverleihung findet am 18. November in München statt. (3532/12.11.2025)

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