Gemeinsames Paul-Gerhardt-Gedenken von Kirche und Stadt

Die evangelische Kirche erinnert mit verschiedenen Veranstaltungen an den Kirchenliederdichter Paul Gerhardt (1607-1676). In seinem Geburtsort Gräfenhainichen findet am 5. Juni das traditionelle Paul-Gerhardt-Liedersingen statt, sagte eine Sprecherin des Evangelischen Kirchenkreises Wittenberg am Freitag. Dabei singen nun schon zum 21. Mal die fünften Klassen der Gräfenhainicher Schulen verschiedene Lieder des Theologen in der Kirche St. Marien.

Der Kirchenkreis Wittenberg hat 2026 zum Paul-Gerhardt-Jahr ernannt. Besonderer Höhepunkt ist ein Festtag von Stadt und Kirche am 20. September in Ferropolis bei Gräfenhainichen. Neben Liedersingen und Festgottesdienst mit Landesbischof Friedrich Kramer gibt es weitere Aktionen für Groß und Klein. Am Abend folgt ein Konzert mit Sarah Kaiser und Band. In der Kleinstadt Gräfenhainichen am Rande der Dübener Heide wurde Paul Gerhard am 12. März 1607 geboren. Er starb am 27. Mai 1676 in Lübben im Spreewald.

Das heute bekannte Werk Paul Gerhardts umfasst rund 140 deutsche Liedtexte und Gedichte sowie 15 lateinische Gedichte. Sie wurden unter anderem von Johann Sebastian Bach (1685-1750) vertont. Im derzeitigen Evangelischen Gesangbuch sind 26 Lieder Gerhardts enthalten. Zu seinen bis heute bekannten Liedern gehören „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“, „Befiel du deine Wege“ und „O Haupt voll Blut und Wunden“.

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