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Gedenkstein für Opfer sexuellen Missbrauchs in Buckow vor Einweihung

Auf dem Friedhof im brandenburgischen Buckow soll demnächst ein Gedenkstein an die Betroffenen von sexuellem Missbrauch erinnern. Das Erzbistum Berlin will das Mahnmal dabei an der Grabstätte eines Pfarrers aufstellen.

Ein Gedenkstein im brandenburgischen Buckow soll künftig an die Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche erinnern. Wie das katholische Erzbistum Berlin am Freitag mitteilte, ist die Einweihung des Gedenksteins am 6. Dezember um 9.30 Uhr auf dem Friedhof in Buckow geplant. “Wir sehen die Betroffenen. Möge dieser Stein ermahnen und ermutigen, sich für die Würde jedes Menschen einzusetzen und in diesem Sinne besonders für die Kinder und Schutzbefohlenen”, so der Berliner Erzbischof Heiner Koch.

Das Mahnmal soll am Grab des Pfarrers Heinz Teichmann aufgestellt werden. Entgegen einem vor seinem Tod im November 2016 erlassenen bischöflichen Dekret war der des Missbrauchs beschuldigte Pfarrer in Buckow beigesetzt worden, so das Erzbistum. “In Anerkennung des Leids” und “in enger Absprache mit den von Missbrauch Betroffenen” sei die Grabstätte von Teichmann umgestaltet worden. Der bisherige Grabstein sei entfernt worden und werde durch den Gedenkstein ersetzt.