Artikel teilen:

Gedenkgottesdienste für Verstorbene ohne Angehörige

Die Berliner Bezirke und Kirchenkreise Tempelhof-Schöneberg sowie Charlottenburg-Wilmersdorf gedenken an Verstorbene ohne Angehörige. In der Schöneberger Apostel-Paulus-Kirche soll die Gedenkfeier am 22. November um 18 Uhr stattfinden, in der Charlottenburger Gedächtniskirche am Breitscheidplatz tags darauf zur gleichen Uhrzeit, wie die Kirchenkreise am Freitag mitteilten. Insgesamt werde demnach an mehr als 500 Menschen gedacht.

In Tempelhof-Schöneberg findet die Gedenkfeier für 279 Verstorbene statt. Wenn nach dem Tod eines Menschen keine engen Angehörigen ausfindig gemacht werden können, müsse sich der Bezirk um die Bestattung kümmern, erklärte der Bezirksstadtrat von Tempelhof-Schöneberg, Oliver Schworck. Nicht alle seien ohne ein soziales Umfeld verstorben: „Mit der Gedenkfeier wollen wir allen, die trauern, gedenken und sich verabschieden wollen, eine würdevolle Gelegenheit dazu geben.“

Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sind den Angaben zufolge im laufenden Jahr mehr als 230 Menschen von Amts wegen bestattet worden. Unter dem Motto „Niemand geht verloren“ werden bei der Gedenkfeier die Namen der Verstorbenen von Ehrenamtlichen einzeln verlesen, hieß es.

Der Totensonntag am 23. November ist dem Gedenken der Toten gewidmet. Viele Berliner Kirchenkreise richten im November und Januar Gedenkfeiern für einsam Verstorbene aus.