Gedenken an Novemberpogrome in Sachsen

Kommunen und Initiativen in Sachsen erinnern am Sonntag an die Opfer des Holocaust. Anlass ist der 87. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938. In Dresden wird zu einer Veranstaltung am Ort der früheren Synagoge nahe dem Brühlschen Garten eingeladen, wie die Stadtverwaltung am Freitag in Dresden mitteilte. An der dortigen Gedenkstele können Blumen und Kränze abgelegt werden.

Neben Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und der Vorsitzenden der Dresdner jüdischen Gemeinde, Ekaterina Kulakova, werden unter anderem Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) sowie der Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke), erwartet. Der Linken-Politiker will zuvor im gläsernen Pavillon am Stadtmuseum einen Buchstaben für die derzeit entstehende Dresdner Torarolle zu schreiben.

Auch in Leipzig und Chemnitz finden an den früheren Standorten der Synagogen Gedenkveranstaltungen mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt und der jüdischen Ortsgemeinde statt. In Wurzen laden die evangelische Kirchgemeinde, die Stadtverwaltung und das Netzwerk für Demokratische Kultur zu einem Gedenken in die Innenstadt ein. Ferner sind unter anderem in Görlitz und Zwickau Veranstaltungen geplant. Vielerorts finden zudem Konzerte Stadt.

Mit der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 gingen die Nationalsozialisten zur offenen Gewalt gegen die jüdische Minderheit über. Vielerorts brannten die Synagogen und jüdischen Gebetshäuser. Jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden verwüstet und jüdische Bürger misshandelt

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