Gedenken an Holocaust-Opfer in Sachsen

In Sachsen wird zum Holocaust-Gedenktag am Dienstag vielerorts an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. In einer Gedenkstunde des Landtags (11 Uhr) präsentiert die polnisch-norwegische Sängerin und Schauspielerin Bente Kahan Werke verfemter Künstlerinnen und Künstler, die vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Dazu sind auch Schulklassen eingeladen.

Landtagspräsident Alexander Dierks (CDU) wird die Gedenkfeierlichkeiten eröffnen. Er erklärte vorab, Geschichte und Gegenwart ließen sich nicht trennen. Das Gedenken an die Opfer und die Verantwortung für das jüdische Leben in Deutschland blieben zeitlose und zentrale Aufgaben.

„Wenn Jüdinnen und Juden aus Angst vor Bedrohung teilweise wieder mit Vorsicht in die Öffentlichkeit gehen und etwa auf eine Kippa verzichten, dann ist das beschämend für unsere Gesellschaft“, sagte Dierks: „Das dürfen wir als Staat und als Bürgergesellschaft niemals akzeptieren.“

Gedenkveranstaltungen gibt es unter anderem auch in Görlitz am Mahnmal am Wilhelmplatz und im Kulturforum Görlitzer Synagoge. In der Gedenkstätte Großschweidnitz wird an die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde erinnert. Vor der Dresdner Kreuzkirche werden die Namen der ermordeten Juden der Stadt verlesen.

In Leipzig wird zu einem Gedenken an die Opfer der Sinti und Roma an das Denkmal „Geschlagener“ am Schwanenteich eingeladen. Zur zentralen Leipziger Gedenkveranstaltung am Denkmal des „Massakers von Abtnaundorf“ um 18 Uhr wird auch US-Generalkonsulin Jodi Breilser erwartet.

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