Artikel teilen:

GdP Sachsen: Kritik nach KI-Bild von verletztem Polizisten

Nach der Kritik an der Veröffentlichung eines KI-generierten Bildes zur Darstellung eines verletzten Polizisten hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Sachsen eine Überprüfung ihrer internen Standards angekündigt. Die herangetragene öffentliche Kritik an der Bildwahl werde „sehr ernst“ genommen, sagte eine Sprecherin der GdP Sachsen dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag. Zukünftig sollten diese Bilder noch deutlicher gekennzeichnet oder bestenfalls auf KI-generierte Symbolbilder verzichtet werden.

Die GdP Sachsen hatte am Sonntag eine Mitteilung über verletzte Polizeikräfte mit einem KI-generierten Foto bebildert. Die „Aufnahme“ zeigt zwei Einsatzkräfte, die einen verletzten Polizisten mit klaffender Platzwunde stützen. Das KI-Foto nutzte die GdP Sachsen für einen Text zu den Ausschreitungen am Rande des Fußballspiels zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden am Vortag.

Die Entscheidung für ein symbolisches Foto sei der Sprecherin zufolge getroffen worden, „um auf die Schwere der Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte aufmerksam zu machen, ohne reale Einsatzsituationen, verletzte Kolleginnen oder Kollegen oder laufende Ermittlungen abzubilden“. Tatsächliches Bildmaterial habe „zum Zeitpunkt der Beitragsveröffentlichung“ nicht vorgelegen.

Die Polizei beklagte nach eigenen Angaben 70 verletzte Beamte. Die Fanhilfe Magdeburg lehnte auf Instagram „pauschale Schuldzuweisungen oder die Instrumentalisierung der Situation für eigene populistische Zwecke“ ab.