In Jordaniens Moscheen soll im Anschluss an die traditionellen Freitagsgebete ein besonderes Gebet für die Opfer im Gazastreifen und in den besetzten palästinensischen Gebieten gehalten werden. Der Minister für islamische Angelegenheiten, Mohammed Khalaileh, rief laut der staatlichen Nachrichtenagentur Petra (Donnerstagabend) alle Imame im ganzen Land auf, das “Gebet für die Abwesenden” zu verrichten; für alle, die “durch den brutalen israelischen Krieg ihr Leben verloren haben”.
Am 7. Oktober waren Terroristen der Hamas in den Süden Israels eingedrungen und hatten laut israelischen Angaben rund 1.400 Israelis und ausländische Arbeiter getötet und rund 5.400 weitere verletzt. Rund 240 Menschen wurden in den Gazastreifen entführt.
Bei israelischen Gegenschlägen wurden seither rund 10.500 Palästinenser im Gazastreifen getötet, wie die UN unter Berufung auf Zahlen des Gesundheitsministeriums in Gaza angibt. Darunter seien auch 99 Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshilfswerks für die Palästinenser (UNRWA); “die höchste Zahl von Mitarbeitern, die in einem Konflikt in der Geschichte der Vereinten Nationen getötet wurden”.
Rund 26.000 Palästinenser seien verletzt worden, heißt es weiter; 2.400 Personen würden vermisst. Nach Angaben des UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) wurden seit 7. Oktober weitere 158 Palästinenser durch die israelische Armee und israelische Siedler im besetzten Westjordanland getötet, darunter 45 Kinder.