Zehn Jahre nach der Ankunft zahlreicher Flüchtlinge in Deutschland hat Altbundespräsident Joachim Gauck die Integrationsleistung von Deutschen und Zuwanderern gewürdigt. „Wir sollten nicht so tun, als könne unser Land leben ohne die Menschen, die zu uns gekommen sind“, sagte Gauck am Donnerstag in Hannover bei einer Konferenz zum zehnjährigen Bestehen des Integrationsbündnisses „Niedersachsen packt an“. Der „Esprit“ vieler zugewanderter Menschen könne ein Vorbild für viele sein.
Manche Zuwanderer-Familien hätten in Bezug auf Arbeit eine Haltung „wie die Leute, die einmal das Wirtschaftswunder errungen haben“, sagte Gauck vor rund 900 Festgästen auf dem Messegelände. „Die eingeborenen Deutschen denken für mich manchmal zu viel über Work-Life-Balance nach“, ergänzte er unter Applaus.
Altbundespräsident: Wir brauchen keine Islamisten
Leider gebe es auch diejenigen, die sich kulturell und politisch nicht integrieren wollten, sagte der Altbundespräsident. Er betonte: „Wir brauchen keine Islamisten, und wir wollen keinen eingeführten Antisemitismus.“ Dem 2015 gegründeten Bündnis „Niedersachsen packt an“ gehören unter anderem Landesregierung, Gewerkschaften und Kirchen an.
