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Fußfessel allein schützt nicht – KDFB verlangt mehr Maßnahmen

Ein Schritt – aber nicht die Lösung: Der Katholische Deutsche Frauenbund begrüßt die elektronische Fußfessel, fordert aber mehr Schutz. Welche Bausteine ein wirksames Konzept laut Verband braucht.

Im Kampf gegen häusliche Gewalt braucht es nach Ansicht des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) mehr als die Einführung einer elektronischen Fußfessel. KDFB-Vizepräsidentin Monika Arzberger sagte dazu laut Mitteilung von Montag: “Die geplante Einführung der elektronischen Fußfessel ist ein wichtiger und begrüßenswerter Schritt, um Frauen in akuten Gefährdungslagen zu schützen. Allein reicht diese Maßnahme aber nicht aus.”

Weiter erklärte Arzberger, wer Gewalt an Frauen wirksam verhindern wolle, müsse ein umfassendes Schutzkonzept etablieren: “Dazu gehören ausreichend finanzierte Frauenhäuser, starke Beratungsstellen und eine geschulte Polizei und Justiz.”

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Dienstag erklärt der Frauenverband, Gewalt gegen Frauen sei in allen gesellschaftlichen Gruppen und in allen Bereichen des täglichen Lebens präsent: “Sie ist tief in patriarchalen Strukturen verankert und hat weitreichende Folgen – nicht nur für die betroffenen Frauen, sondern für die gesamte Gesellschaft”, so der KDFB.

Der KDFB ruft dazu auf, an der globalen UN-Kampagne “Orange the World” teilzunehmen, um ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Die UN-Kampagne macht seit 1991 vom 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam. Im Zuge der Aktion setzen zahlreiche Organisationen und Einrichtungen sichtbare Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Dazu zählen etwa orange Beleuchtung, Statements in sozialen Medien oder eine Fahne mit der Aufschrift “Stopp Gewalt”.