Artikel teilen:

Früherer Gesundheitsminister Gröhe ist neuer DRK-Präsident

Als früherer Bundesgesundheitsminister und Ex-Generalsekretär der CDU bringt er große Erfahrung mit: Hermann Gröhe ist neuer Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. Ein Amt mit vielen Aufgaben.

Hermann Gröhe (64), früherer Bundesgesundheitsminister und CDU-Politiker, ist neuer Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Die Bundesversammlung sprach sich am Wochenende mehrheitlich für Gröhe aus, wie die Hilfsorganisation im Anschluss an die Wahl mitteilte. Die bisherige Präsidentin Gerda Hasselfeldt hatte nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidiert. Die 75-Jährige wurde zur Ehrenpräsidentin ernannt.

Der in Neuss am Niederrhein lebende Jurist Gröhe war von 1994 bis 2025 Mitglied im Bundestag, von 2009 bis 2013 CDU-Generalsekretär und anschließend bis 2018 Bundesgesundheitsminister. Von 1997 bis 2009 gehörte er dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an; seit 1997 ist er Mitglied der EKD-Synode.

Der DRK-Präsident leitet das ehrenamtlich besetzte Präsidium des Roten Kreuzes, das die strategische Ausrichtung der Hilfsorganisation verantwortet. Das Deutsche Rote Kreuz ist Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung – dem weltweit größten humanitären Netzwerk mit 191 anerkannten Nationalgesellschaften.

In Deutschland setzt es sich als Hilfsorganisation im Zivil- und Katastrophenschutz ein. Das Rote Kreuz bietet eine Vielzahl von Leistungen an, darunter Rettungsdienst, Katastrophenhilfe, soziale Dienste, Erste-Hilfe-Ausbildung und internationale Hilfe. Dabei engagieren sich momentan über 457.000 Ehrenamtliche für das DRK. Weiterhin zählt der Wohlfahrtsverband nach eigenen Angaben mehr als 211.000 hauptamtliche Mitarbeitende sowie rund 3 Millionen Fördermitglieder.