Der frühere Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Essen-Süd, Klaus Gillert, ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Er starb bereits am 22. Februar, wie der Kirchenkreis Essen am Freitagabend mitteilte. Mehr als drei Jahrzehnte lang, von 1964 bis zu seiner Pensionierung Ende 1996, war Gillert Gemeindepfarrer in Freisenbruch. Von 1989 an hatte der Theologe zusätzlich das Amt des Superintendenten für Essen-Süd inne, damals einer von drei Kirchenkreisen in der Ruhrstadt. In seine Amtszeit fielen große Spenden- und Förderprojekte wie der Neubau des Hospizes am Alfried-Krupp-Krankenhaus in Steele oder das Heiland-Gemeindezentrum, wie es hieß.
Gillert wurde am 3. Juni 1931 in Berlin geboren und studierte Evangelische Theologie in Glasgow, Bonn
und Wuppertal. 1960 kam Gillert als Vikar nach Essen, 1964 wurde er als Pfarrer für Freisenbruch eingeführt. Neben der Gemeindearbeit studierte Gillert Psychologie und erwarb die Qualifikation als Verhaltenstherapeut.
Auch auf landeskirchlicher Ebene brachte er sich ein. So war er Vorsitzender des Arbeitskreises Krankenhausseelsorge der rheinischen Kirche. Außerdem gehörte Gillert viele Jahre lang dem gemeinsamen Ausschuss der Evangelischen Kirchen im Rheinland, von Westfalen und Lippe mit der Evangelisch Methodistischen Kirche sowie dem Ausschuss für Innerdeutsche Ökumene und Catholica an.
Die Kirchengemeinde Freisenbruch-Horst-Eiberg würdigte den Verstorbenen als „ein Vorbild für viele“. „Klaus Gillert konnte mit Begeisterung predigen, sodass es eine große Freude bereitete, ihm zuzuhören“, heißt es in einem Nachruf auf der Homepage der Gemeinde. Den Haupt- und Ehrenamtlichen der Gemeinde sei er partnerschaftlich und auf Augenhöhe begegnet.