Vier Schulprojekte in Niedersachsen erhalten vom Kultusministerium den diesjährigen Friedens- und Zivilcouragepreis. Die Schülerinnen und Schüler aus Goslar, Sögel und Hoya hätten sich in den Projekten in beeindruckender Weise mit viel Energie für Vielfalt, Demokratie und gegen Antisemitismus engagiert, teilte das Ministerium am Mittwoch in Hannover mit. Die Preise sind mit insgesamt 7.500 Euro dotiert.
Den ersten Preis gewannen Förderschüler der „Schule am Harly“ in Goslar mit einem Projekt, in dem sie das Leben jüdischer Familien um 1933 erforschen. Der zweite Preis geht an das Hümmling-Gymnasium in Sögel im Emsland für ein Projekt über europäischen Werte, kulturelle Vielfalt und Menschenwürde.
Auf Platz drei kommen Schüler der Adolf-Grimme-Gesamtschule in Goslar, die sich mit „Euthanasie“-Verbrechen in ihrer Heimatstadt beschäftigt haben. Der Zivilcouragepreis 2025 geht an die Marion-Blumenthal-Oberschule in Hoya bei Bremen für ihr Musikfestival „Get Loud Against Hate“ („Werdet laut gegen Hass“).
Mit dem Friedenspreis werden seit 1993 Leistungen von Schülerinnen und Schülern gewürdigt, die dem solidarischen Zusammenleben von Menschen in einer vielfältigen Gesellschaft dienen. In diesem Jahr wurden 21 Projekte aus Grund-, Förder-, Ober- und Gesamtschulen sowie Gymnasien und Berufsschulen für die Auszeichnung vorgeschlagen.