Das Weltkulturen-Museum in Frankfurt am Main zeigt alle 57 Objekte aus der eigenen Sammlung, die dem Königreich Benin zugeordnet werden können. In der Schau „Benin. Die Sammlung im Weltkulturen Museum. Retrospektive“ seien mehrere Reliefplatten aus dem Königspalast, Zeremonialschwerter, Kultgegenstände, Armreifen und Haarschmuck versammelt, sagte die Museumsleiterin Eva Raabe. Ziel sei die geschichtliche Aufarbeitung der Sammlung. Die Schau läuft bis zum 24. September. Ab 11. Oktober folge der Ausstellungsteil „Perspektiven“, der sich künstlerisch mit den Objekten auseinandersetze.
Die Herkunft der Metall-, Holz und Elfenbeinobjekte sei von Juni bis November 2022 erforscht worden, berichtete Raabe. Finanziert worden sei die Suche nach Händlern, Katasterblättern oder Katalogen vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg. Danach geht fast die Hälfte der Frankfurter Objekte auf den Londoner Händler William Ockelford Oldman zurück. Bei zwei Prunkstücken der Sammlung, einem Zeremonialschwert und einem Altarstab, wurde klar ermittelt, dass sie 1897 im Rahmen der britischen „Strafexpedition“ in Benin City gestohlen und als Kriegsbeute nach Europa gebracht wurden.Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

