Der Drogenkonsum junger Menschen in Frankfurt am Main sinkt. Mehr als ein Viertel der 15- bis 18-Jährigen habe noch nie Alkohol getrunken, Zigaretten geraucht oder sonstige legale oder illegale Drogen konsumiert, teilte die Stadt Frankfurt am Main am Montag als Ergebnisse der Drogentrendstudie 2024 mit (2022: 23 Prozent). Zwischen Oktober 2024 und März 2025 haben sich an der repräsentativen Studie „Monitoring-System Drogentrends“ insgesamt 1.054 Schülerinnen und Schüler beteiligt. Demnach sind die Konsumzahlen bei allen Substanzen rückläufig.
Der Leiter des Instituts für Suchtforschung der Frankfurt University of Applied Sciences, Bernd Werse, nannte den Abwärtstrend beim Cannabiskonsum „eindrucksvoll“. 22 Prozent der Befragten hätten angegeben, mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert zu haben, bei Beginn der Erhebungen im Jahr 2002 waren es 46 Prozent. Für die aktuelle Studie gaben 9 Prozent der jungen Menschen an, innerhalb der letzten 30 Tage konsumiert zu haben (2023: 10 Prozent, 2002: 21 Prozent). Mehr als zehnmal im zurückliegenden Monat haben laut Statistik 3 Prozent der Befragten Cannabis konsumiert, das entspricht dem Wert des Vorjahres.
Der Präventionsansatz der Stadt wirke, folgerte die Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl (Grüne). Unter anderem seien zahlreiche Workshops an Schulen angeboten sowie die Frühintervention und Beratung im Bereich Cannabis erweitert worden.
Alkohol bleibt den Angaben zufolge die am häufigsten verbreitete psychoaktive Substanz bei Jugendlichen. Gar nicht oder moderat trinken demnach 88 Prozent der jungen Menschen. Ab und an riskant trinken sechs Prozent der Befragten, regelmäßig riskant vier Prozent und exzessiv zwei Prozent. Zigaretten rauchen wie im Vorjahr 10 Prozent der Befragten täglich. Bei Beginn der Befragungen 2002 waren es 25 Prozent. Auch der Konsum von Lachgas und E-Zigaretten sei rückläufig. Voitl führte dies auf ein „erfolgreiches Zusammenspiel“ aus Aufklärung, Verkaufs- und Werbeverboten zurück.