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Frankfurt-Tel Aviv-Center startet Josef-Horovitz-Gastvorlesungen

Das „Frankfurt-Tel Aviv-Center für Interreligiöse Studien“ startet ein Jahr nach seiner Eröffnungskonferenz eine jährliche Josef-Horovitz-Vorlesung. Die erste Vorlesung der deutsch-israelischen Forschungsstätte werde von der US-amerikanischen Künstlerin Debra Band und dem Tel Aviver Philosophen Menachem Fisch über ihr gemeinsames Buch von 2023 „Qohelet: Searching for a Life Worth Living“ (Prediger Salomo: Auf der Suche nach einem lebenswerten Leben) gehalten, teilte die Universität Frankfurt am Main am Donnerstag mit.

Die Vorlesungsreihe sei benannt nach dem in Frankfurt aufgewachsenen jüdischen Professor der Orientalistik, Josef Horovitz (1874-1931), der seinerzeit als der beste Kenner des Korans in der nicht-islamischen Welt gegolten habe, erklärte der Frankfurter Martin-Buber-Professor Christian Wiese. Horovitz sei Begründer der Frankfurter Orientalistik und Mitglied des Gründungskuratoriums der Hebräischen Universität Jerusalem gewesen.

Das Frankfurt-Tel Aviv-Center strebt nach den Worten von Wiese die Vernetzung der interdisziplinären Religionsforschung an durch gemeinsame Konferenzen und Lehrstrukturen sowie einen Austausch von Studierenden und Lehrenden. Die Arbeit ziele auf die Entwicklung einer neuen Methodik zur Erforschung der Beziehungen und Konflikte zwischen den drei monotheistischen Religionen. Außerdem gehe es darum, Potenziale und Hindernisse des interreligiösen Dialogs auszuloten. Leiter des Zentrums sind Wiese und Menachem Fisch, Direktor des Tel Aviver „Center for Religious and Interreligious Studies“.