Franckesche Stiftungen wollen Orientierung bieten

Vor fast 300 Jahren starb der Theologe und Sozialreformer August Hermann Francke. Die 1698 von ihm gegründeten widmen sich in diesem Jahr vor allem der gesellschaftlichen Orientierung von Menschen.
Franckesche Stiftungen wollen Orientierung bieten
Denkmal an Theologe, Pädagoge und Dichter, August Hermann Francke in Halle an der Saale
Imago / imagebroker

Die Franckeschen Stiftungen haben ihr umfangreiches Jahresprogramm 2026 vorgestellt. Unter dem Titel „zurechtfinden“ sind mehr als 30 Formate „vom wissenschaftlichen Diskurs über kulturelle Veranstaltungen bis zu Bildungsangeboten“ geplant, sagte die Direktorin der Franckeschen Stiftungen, Marianne Schröter, in Halle (Saale).

Ein erster Höhepunkt sei am 21. März die Franckefeier mit dem Festvortrag von Soziologin Jutta Allmendinger. Die ehemalige Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung werde auf Geschlechterverhältnisse und soziale Gerechtigkeit eingehen.

Angesichts der gesellschaftlichen Polarisierung wollen die Stiftungen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September mit dem Format „Unterhausdebatte“ mit Menschen auf Augenhöhe ins Gespräch kommen, wie Stiftungssprecherin Kerstin Heldt sagte. Dabei gehe es auch „um Orientierung und Zurechtfinden in der Politik“.

Franckesche Stiftungen: Orientierung trotz gesellschaftlicher Herausforderungen

Ab 4. September wird die Jahresausstellung „Jein! Eine interaktive Ausstellung über Orientierung im Ungewissen“ präsentiert. Im Fokus stehe dabei die Orientierungsphase junger Menschen als gesellschaftliche Herausforderung. Ein Mitmach-Parcours soll zur Auseinandersetzung mit Desorientierung, Optionsvielfalt und Selbstwirksamkeit einladen.

Die Franckeschen Stiftungen wurden 1698 als pietistisches Sozial- und Bildungswerk von dem evangelischen Theologen und Pädagogen August Hermann Francke (1663-1727) gegründet. Sie beherbergen mehr als 50 Einrichtungen. 

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