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Forscher suchen Fotos vom Weihnachtshochwasser

Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig haben die Bevölkerung dazu aufgerufen, ihnen Fotos, Videos und Drohnen-Aufnahmen vom „Weihnachtshochwasser“ aus dem Gebiet zwischen Aller, Leine und Oker zu senden. Damit könne die Hochwasser-Vorhersage verbessert werden, teilte das Leichtweiß-Institut für Wasserbau am Montag mit.

Mithilfe dieser Bilder könnten die Forschenden auf die Wasserstände zu den jeweiligen Zeitpunkten schließen oder die auf den Feldern aufgestauten Wassermengen abschätzen, erläuterte der Hydrologe Hannes Müller-Thomy. Die so ermittelten Informationen könnten sie dann mit den Ergebnissen ihres Niederschlag-Abfluss-Modells vergleichen: „Diese Vergleiche ermöglichen uns eine systematische Verbesserung unseres Modells, das auch zur Hochwasservorhersage genutzt wird.“

Gerade bei seltenen extremen Hochwasser-Ereignissen sei es wichtig, die Rechenergebnisse mit den tatsächlich eingetretenen Wasserständen und Überflutungen an möglichst vielen Orten zu vergleichen und dadurch zu verbessern, sagte Müller-Thomy. Diese Vergleiche seien aber nur möglich, wenn viele Beobachtungsdaten von Flusswasserständen vorlägen.
Die Angaben von Pegeln an Flüssen reichten dafür nicht aus.

Fotos und Videos von Flussläufen und überfluteten Flächen können den Angaben zufolge über die Cloud der Universität eingesandt werden unter dem Link http://u.epd.de/2wjd oder per Mail unter der Adresse hydriv-public@tu-braunschweig.de. In den sozialen Medien können Fotos mit dem Hashtag #flut23 versehen werden, damit die Forschenden sie finden können. Alle Einsendungen sollten mit Angaben zu Ort und Zeit der Aufnahme versehen sein.