Im kommenden Jahr endet für rund 15.500 Photovoltaik-Anlagen in Baden-Württemberg die staatliche Förderung. Das seien so viele wie nie zuvor in einem einzigen Jahr, teilten die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg und das Solar Cluster Baden-Württemberg am Mittwoch in Stuttgart mit. Nach 20 Jahren Laufzeit erhalten die Anlagenbetreiber keine feste Einspeisevergütung mehr nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.
Ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb der Solaranlagen sei dennoch möglich, betonen die Organisationen. Die einfachste Variante ist demnach die weitere Volleinspeisung des erzeugten Stroms. Besitzer erhalten dafür den durchschnittlichen Börsenstrompreis abzüglich einer Vermarktungspauschale.
Besonders rentabel ist der Mitteilung zufolge jedoch die Umstellung auf Eigenverbrauch. Der selbst erzeugte Strom kostet dann nur noch drei bis vier Cent pro Kilowattstunde, während Strom aus dem Netz etwa zehnmal teurer ist. Diese Option eignet sich vor allem für Haushalte mit Wärmepumpen oder Elektroautos.
Als dritte Möglichkeit bietet sich eine Modernisierung an, ein sogenanntes Repowering. Dabei werden Teile der Anlage oder die gesamten Module ersetzt. Neue Solarmodule können auf der gleichen Fläche bis zu doppelt so viel Strom erzeugen wie die alten. Für die modernisierte Anlage gibt es dann eine neue Förderzusage. Seit 2021 sind im Südwesten bereits rund 30.000 Anlagen aus der Förderung gefallen. (2887/12.11.2025)