Finanzämter im Südwesten nutzen keine KI bei Steuererklärungen

Die Steuerverwaltung in Baden-Württemberg setzt keine Künstliche Intelligenz (KI) zur Bearbeitung von Einkommensteuererklärungen ein. KI werde nur für interne Aufgaben genutzt, stellte das Finanzministerium in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion klar. Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) präzisierte damit seine Äußerung vom November, wonach bereits 18 Prozent der Steuererklärungen durch KI-Systeme bearbeitet würden.

Bei den 18 Prozent handele es sich um den Anteil der im Jahr 2025 vollständig automatisiert geprüften Fälle, hieß es weiter. Dieses Verfahren werde ohne KI nach den Regeln des Risikomanagements durchgeführt, um zu entscheiden, ob eine manuelle Prüfung durch einen Beamten notwendig ist.

KI unterstütze Mitarbeiter bei Recherchen, beim Wissensmanagement oder bei der Übersetzung von öffentlich zugänglichen Informationen, ergänzte das Ministerium. Personenbezogene Daten von Steuerpflichtigen würden dabei nicht verarbeitet, alle Vorschriften zum Datenschutz und zum Steuergeheimnis würden eingehalten. Die Verarbeitung der Daten erfolge auf Servern im Rechenzentrum des Landes. (0139/20.01.2026)

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