Am letzten Novemberwochenende soll in Gießen eine neue bundesweite AfD-Jugendorganisation gegründet werden – ein Bündnis veranstaltet deshalb am 29. November ein „Fest der Demokratie“. „Wir wollen als Stadtgesellschaft zeigen, wofür wir stehen. Und das ist ein friedliches Miteinander in der Stadt“, sagte der evangelische Stadtkirchenpfarrer Gabriel Brand am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die evangelische Kirche engagiert sich aktiv bei dem Fest, das auf dem Berliner Platz vor dem Gießener Rathaus stattfindet.
Dort werden zwischen 13 und 18 Uhr verschiedene Stände aufgebaut sein. Mehrere Bands, von Indie-Rock bis Singer-Songwriter, treten auf. Organisationen wie Jugendwerkstatt, Arbeitsloseninitiativen und Ausländerbeiräte präsentieren sich, auch einige Professoren der Universität werden laut Brand anwesend sein. „Die Idee ist, miteinander ins Gespräch zu kommen.“ Es könne auch kontrovers diskutiert werden, betonte der Pfarrer. „Wir erwarten viele Leute.“
Ab etwa 14 Uhr werden verschiedene Redner sprechen, unter anderem Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher (SPD), Vertreter der evangelischen, katholischen, jüdischen und muslimischen Gemeinde sowie Parteienvertreter.
Am 29. und 30. November, dem ersten Advents-Wochenende, sind mehrere Protestveranstaltungen gegen die AfD-Gründungsversammlung geplant. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 10.000 Teilnehmern.