Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) weist den Vorwurf von Frauke Brosius-Gersdorf zurück, sie habe im Zusammenhang mit ihrer Kandidatur zur Bundesverfassungsrichterin „ehrabschneidenden Journalismus“ betrieben. Jürgen Kaube, einer der vier Herausgeber der Zeitung, hält der Juristin vor, in ihrer Erklärung zum Rückzug von der Kandidatur blind um sich zu schlagen. Die Behauptung sei „verstiegen“, „Journalisten dieser Zeitung hätten eine ehrabschneidende Kampagne gegen sie geführt“, schreibt Kaube in einem online veröffentlichen Kommentar.
Er führt an, dass die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ sich bei ihrer von Brosius-Gersdorf kritisierten Berichterstattung auf Quellen aus der Unionsfraktion gestützt habe. „Dass die Juristin es für unstatthaft hält, dass aus anonymen Quellen zitiert wird, ist vom Presserecht nicht gedeckt. Dass sie das, was diese Quellen aus der Union sagten, in einem zweiten Schritt dem Journalisten vorwirft, kommt hinzu“, schreibt der Herausgeber, der für das Feuilleton der Zeitung zuständig ist. In den Berichten der FAZ war von einer „ultralinken Juristin“ und einem „Aktivistenduktus“ die Rede gewesen.
