Die Eigenbeteiligung steigt für sächsische Pflegeheimbewohnende im Jahr 2026 auf 2.986 Euro an. Der Anstieg von 266 Euro entspreche prozentual knapp neun Prozent im Vergleich zum Jahr 2025, als noch knapp 2.720 Euro für das erste Aufenthaltsjahr im Heim aufgebracht werden mussten, teilte die Landesvertretung Sachsen des Verbands der Ersatzkassen (vdek) am Donnerstag in Dresden mit. Haupttreiber seien gestiegene Personalpflegekosten.
Eine „gute und faire Bezahlung“ des Pflegpersonals sei „richtig und notwendig“, erklärte Claudius Wehner, stellvertretender Leiter der vdek-Landesvertretung Sachsen. Nicht akzeptabel ist jedoch, dass die daraus resultierenden Lohnsteigerungen zu einem erheblichen Teil von den Pflegebedürftigen selbst getragen werden müssen. Daher fordere der Verband eine umfassende Strukturreform in der Pflegeversicherung.
Dabei könnten etwa die Investitions- und Ausbildungskosten durch Länder übernommen werden. Die vollständige Übernahme der Investitionskosten durch den Freistaat Sachsen würde die Pflegebedürftigen aktuell durchschnittlich um 452 Euro im Monat entlasten, rechnete der vdek vor.
Bereits am Mittwoch hatte die AOK bundesweite Zahlen vorgelegt. Im Durchschnitt waren Ende 2025 mehr als 3.000 Euro monatlich fällig. Die höchsten Eigenanteile sind mit 3.528 Euro in Nordrhein-Westfalen zu zahlen, die niedrigsten mit 2.661 Euro in Sachsen-Anhalt. Im bundesweiten Schnitt kostet unter Berücksichtigung der Zahlungen der Pflegeversicherung ein Heimplatz nunmehr erstmals mehr als 5.000 Euro (konkret 5.033 Euro). Ende 2024 waren es noch 4.715 Euro.