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Immer mehr Studierende in Deutschland – Rückgang in Bayern

Die Zahl der Studierenden in Deutschland ist im laufenden Wintersemester um 12.800 oder 0,4 Prozent auf 2.876.900 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, sank die Zahl der Studentinnen und Studenten an Universitäten allerdings um 0,6 Prozent auf knapp 1,7 Millionen. Dagegen stieg die Zahl der an Fachhochschulen Eingeschriebenen um 2,1 Prozent auf gut 1,1 Millionen. An bayerischen Hochschulen habe es lediglich 10.700 Erstsemester gegeben, das sind 13 Prozent weniger als 2024. Grund dafür sei die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium, die sich dämpfend auf den Abiturjahrgang 2025 ausgewirkt hat.

Im Studienjahr 2025, zu dem neben dem laufenden Wintersemester auch das zurückliegende Sommersemester gehört, fingen fast eine halbe Million Menschen (491.700) erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule an. Dies seien 1.100 oder 0,3 Prozent mehr als 2024, als 490.300 Erstsemester registriert wurden. Laut der Statistikbehörde ist das der vierte Anstieg in Folge, wenngleich er schwächer als im Vorjahr ausfiel.

In Sachsen habe die Umwandlung der ehemaligen sächsischen Berufsakademie in eine duale Hochschule die Zahl der Studienanfängerinnen um fast ein Viertel (plus 24 Prozent) steigen lassen. Wegen dieser regionalen Besonderheiten in Bayern und Sachsen ergab sich den Angaben zufolge ein Rückgang der Erstsemesterzahlen in technischen Studiengängen Informatik, Maschinenbau/Verfahrenstechnik, Elektrotechnik und Informationstechnik.

Seit 2022 sei der Trend steigender Studienanfängerzahlen zu beobachten, hieß es. „Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war bisher vor allem der verstärkte Zuspruch internationaler Studierender, die zum Studium an eine Hochschule nach Deutschland kamen“, erklärte das Statistikamt. Für das laufende Studienjahr könne darüber aber erst mit den endgültigen Ergebnissen der Studierendenstatistik im Sommer 2026 berichtet werden. (3750/28.11.2025)