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Faire Kita: Verantwortung von Anfang an

In der FairenKITA werden Kinder auf ein Leben in einer globalen Welt vorbereitet und sensibilisiert. Die Themen “fairer Handel” und “Weltverantwortung” spielen hier eine große Rolle.

Die Villa Kunterbunt ist Pionier in Sachen FaireKITA
Die Villa Kunterbunt ist Pionier in Sachen FaireKITAOikos-Institut

Das Projekt FaireKITA ist ein weiterer wichtiger Baustein der Fairen Metropole Ruhr seit 2012. Damals wünschten sich drei Kitas Unterstützung und Bildungsmaterialien für Globales Lernen im Elementarbereich – an die Villa Kunterbunt in Dinslaken wurde das erste Zertifikat vergeben.

Die anfänglichen Zweifel, ob die Inhalte wie Fairer Handel und Weltverantwortung für die Kleinsten nicht zu schwierig, zu schwer sind, haben die begeisterten Kids von Anfang an beseitigt. Dabei wurde klar, dass Gerechtigkeit für sie eine selbstverständliche Rolle spielt und sie Unrecht klar ansprechen, wenn sie es sehen. Wer hat meine Jeans hergestellt? Wo kommt unser Essen her? Wie leben Kinder und ihre Familien anderswo? Das sind Fragen, die auch schon die ganz Kleinen beschäftigen.

Verantwortung für einen fairen und nachhaltigen Konsum

Eine FaireKITA versucht Antworten zu geben – Globales Lernen und Fairer Handel gehören hier zum Alltag der Kinder. Die Vielfalt der Welt wird durch kindgerechte Arbeitsmaterialien und Methoden mit allen Sinnen erfahrbar. Lebendige Bildungseinheiten, mit denen Kinder zu Kakao,- Bananen- oder Ballexpertinnen und -experten werden, kommen zum Einsatz. So lernen sie Zusammenhänge kennen, die ihr Weltverstehen und ihr Gerechtigkeitsempfinden schärfen. Sie lernen, mit der Vielfalt, die ihnen täglich begegnet, respektvoll umzugehen – eine wichtige Vorbereitung für ein Leben in der globalisierten Welt.

Und durch die Verwendung von fairen Produkten (wie Kaffee für die Erwachsenen und Tee und Bananen für die Kleinen) in den Einrichtungen übernehmen die Leitungen der Kindertagesstätten, Erziehende und Eltern Verantwortung für einen fairen und nachhaltigen Konsum.

In den FairenKITAS werden Gärten für gesunde Ernährung angelegt, mit Färberpflanzen experimentiert, Bienenschutzprojekte gestartet, Müllvermeidungskonzepte entwickelt, Fairtrade-Kaufläden eröffnet oder Upcyclingspielzeug gebastelt. Und mit all diesen Erfahrungen geht es von der FairenKITA für den Nachwuchs dann weiter in die FairTrade Schule und ins Faire Jugendhaus – eine nachhaltige Zukunft gemeinsam gestalten.