Die Migrationspolitik sorgt weiter für hitzige Debatten zwischen Regierung und Opposition im Bund. Mit einem Antrag zur Begrenzung der Migration brachte die Unionsfraktion das Thema auf die Tagesordnung des Bundestags, wo auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) ihren Kurs erläuterte. Sie kündigte eine „Rückführungsoffensive“ an und bestätigte, dass entsprechende Pläne in die Ressortabstimmung in der Bundesregierung gegangen seien. Einem Medienbericht, wonach sie die im Koalitionsvertrag angekündigten Erleichterungen zum Familiennachzug von Flüchtlingen derzeit konkret angehen will, widersprach sie.
„Nein, ich habe nicht vor, im Moment den Familiennachzug vorzulegen“, sagte Faeser in Reaktion auf eine Kurzintervention des CDU-Abgeordneten Christoph de Vries in Berlin. Die Welt am Sonntag hatte zuvor unter Berufung auf einen Referentenentwurf aus Faesers Ministerium online berichtet, dass subsidiär Schutzberechtigte beim Familiennachzug künftig wieder anerkannten Flüchtlingen gleichgestellt werden sollen. So wurde es im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP angekündigt.
