Der Umgang mit psychischer Gesundheit verändert sich - und das liegt nach Worten einer Medienpsychologin nicht allein an den Sozialen Medien. Auch in der Popkultur würden psychische Erkrankungen nicht nur thematisiert, sondern stärker als Teil der eigenen Identität betrachtet als früher, sagte Kerria Drüppel. An der Universität Hohenheim forscht sie unter anderem zum Einfluss bestimmter Inhalte auf TikTok; die unveröffentlichte Studie „#Anxiety-Content on TikTok and its influence on knowledge and behavior" liegt vor.
Serienfiguren oder Künstlerinnen, die großen Einfluss auf junge Menschen hätten, gingen heutzutage sehr offen mit psychischen Krisen um, fügte Drüppel hinzu. Beispielhaft nannte sie die Sängerin Billie Eilish, die bereits 2018 über Einsamkeit und mangelndes Selbstwertgefühl sang. Im Jahr darauf sprach die heute 23-Jährige erstmals in einem Interview über ihre Depressionen und Angstzustände, später auch über Suizidgedanken und Therapieerfolge.
