Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schließt sich den Forderungen nach einer Social-Media-Altersgrenze von 14 Jahren an. „Ich weiß, dass es viele Digitalexperten gibt, die sagen: Lasst bloß die Finger vom Verbot“, sagte Steinmeier der Wochenzeitung „Die Zeit“. Aber die Empfehlung zu mehr Medienkompetenz überzeuge ihn nicht mehr. „Dafür sind die Gefahren für die Kinder und Jugendlichen zu groß“, sagte der Bundespräsident.
„Wir dürfen die Eltern und Lehrer nicht alleinlassen mit dieser riesigen Verantwortung“, argumentierte Steinmeier. Die Regellosigkeit führe zu Gefährdungen für das soziale Miteinander und auch für die Demokratie. Ganz besonders gelte das für Kinder und Jugendliche, die mit Inhalten konfrontiert werden wie Gewaltdarstellungen, Pornografie und Manipulationen, die ihre Persönlichkeitsentwicklung belasten.
Plädoyer für Regeln im Netz
Auch er selbst lese in den Netzwerken, schaue auch in die Kommentarspalten: „Zu oft, sagt meine Frau!“
„Die sozialen Medien verändern das Gespräch der Gesellschaft mit sich selbst“, sagte Steinmeier der „Zeit“ in dem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Es gehe dabei nicht um die Frage einer guten oder bösen Technologie, sondern darum, ob die Regeln, die von den klassischen Medien beachtet werden, nicht auch im Netz gelten müssen.
