Auch mit schwerkranken Menschen darf man dem Ingolstädter Klinikseelsorger Christoph Kreitmeir zufolge unverblümt sprechen. Wenn es passe, dürfe man ihnen gegenüber sehr offene Worte wählen, sagte Kreitmeir in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Dafür braucht man natürlich Erfahrung und Gespür. Offenheit bedeutet ja: Du bist mir wichtig, ich glaube, du könntest dich ändern. Ansonsten könnte ich es mir mit Blabla bequem machen."
Kreitmeir (61) ist katholischer Priester und Franziskaner. Er hat nach eigenen Angaben seit 2017 rund 1.800 Sterbegänge begleitet - bei Totgeburten genauso wie bei fast Hundertjährigen. Jüngst ist von ihm ein neues Buch erschienen: "Welche Farbe hat der Tod? Erfahrungen eines Klinikseelsorgers mit Leben und Sterben".
