Henning Pleitner, ehemaliger Chef des traditionsreichen Evangelischen Seminars Blaubeuren bei Ulm, ist tot. Der frühere Ephorus des Seminars starb bereits am 9. November im Alter von 67 Jahren, wie die Evangelische Landeskirche in Württemberg auf ihrer Internetseite mitteilte. Pleitner leitete die Einrichtung 18 Jahre lang, von 2003 bis 2021. In dieser Zeit steuerte er wichtige Veränderungen wie die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium, den Ausbau für weitere Klassenstufen und eine umfassende Sanierung des Klosters.
Sein Nachfolger Jochen Schäffler würdigte Pleitners menschenfreundliche und heitere Art. Für Pleitner selbst standen laut Mitteilung die Menschen im Mittelpunkt. „Die Menschen werden mir fehlen, nicht die Steine“, hatte er bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand gesagt. Seine pädagogische Haltung beschrieb er mit dem Ziel, „den Menschen mit den Augen Gottes zu sehen“.
Der gebürtige Osnabrücker hatte evangelische Theologie studiert und über Albert Schweitzer promoviert. Bevor er nach Blaubeuren kam, arbeitete er als Pfarrer in Stuttgart. Auch im Ruhestand war er als Seelsorger tätig, unter anderem auf Mallorca und auf Kreuzfahrtschiffen. (2995/21.11.2025)