Der Evangelische Bund Württemberg hat zwei Theologiestudenten für Arbeiten zum Thema Religion und Politik mit dem Klaus-W.-Müller-Preis 2025 geehrt. Wie die württembergische Landeskirche am Donnerstag mitteilte, erhielt Mirjam Gabler die mit 700 Euro dotierte Auszeichnung für ihre Arbeit „Zur Grenzbeschreibung politischer Predigt im Licht rechtspopulistischer Predigten“. Die Jury lobte die theologische Tiefe und gesellschaftliche Relevanz ihrer Analyse, die zeigt, wie politische Predigt ihre prophetische Kraft entfalten kann, ohne populistische Muster zu bedienen.
Den zweiten, mit 300 Euro dotierten Preis erhielt Paul Bauer für seine Arbeit über „Machtpolitik und Selbstverständnis von Innozenz III.“ und seinen Einfluss auf die Politik im Heiligen Römischen Reich. Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, der auch die Laudationes hielt, betonte die Bedeutung klarer Kriterien für politische Predigt und das verantwortungsbewusste Verhältnis von Kirche und Politik. Der Klaus-W.-Müller-Preis wird jährlich vom Evangelischen Bund Württemberg vergeben, um herausragende wissenschaftliche theologische Arbeiten zu fördern. (2975/20.11.2025)