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Evangelische Schulstiftung setzt auf klares Demokratie-Profil

Die Evangelische Schulstiftung sieht ihre Schulen in Berlin und Brandenburg als wichtigen Übungsraum zum Erhalt der Demokratie. „Wir sind Schule für alle, haben aber eine klare Haltung“, sagte die neue Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Eva-Maria Kopte, am Montag in Berlin. Seit diesem Schuljahr müssten Eltern deshalb eine Zusatzerklärung unterzeichnen, in der sie sich zu den Bildungs- und Erziehungszielen der Stiftung bekennen.

Unter anderem heißt es in der Erklärung: „Hass und Hetze haben an der Schule keinen Platz.“ Neben einem klaren Diskriminierungsverbot wird auch der „Verherrlichung oder Verharmlosung des Nationalsozialismus sowie jeder Form von Krieg und Gewalt“ eine Absage erteilt. Ein Verstoß gegen diese Ziele könne zur Auflösung des Schulvertrages führen, heißt es weiter.

Kopte betonte, „ein heterogenes Klassenzimmer ist Übungsraum für Demokratie“. Die Stiftung stehe für Bildungsgerechtigkeit. Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern seien genauso willkommen wie Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Kopte ist seit August im Amt und Nachfolgerin von Frank Olie, der Ende Juli in den Ruhestand gegangen war. Die studierte Pädagogin wird am Freitag in der Heilig-Kreuz-Kirche offiziell vom Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Christian Stäblein, in ihr Amt eingeführt. Die Evangelische Schulstiftung in der EKBO ist nach eigenen Angaben Trägerin von 36 Schulen mit mehr als 10.000 Schülerinnen und Schülern.