Der hannoversche Geschäftsführer der Evangelischen Freiwilligendienste, Martin Schulze, appelliert eindringlich an die Ampel-Koalition, die geplanten Haushaltskürzungen bei den Freiwilligendiensten zu überdenken. Der Etat für das Bundesfamilienministerium müsse insgesamt erhöht werden, sagte Schulze im Morgenmagazin des ZDF. Ziel der aktuellen Proteste sei es nicht, an einer Stelle der Jugendarbeit zu sparen, damit die Freiwilligendienste mehr bekommen.
In den kommenden beiden Jahren will die Koalition aus SPD, Grünen und FDP insgesamt 113 Millionen Euro bei den Freiwilligendiensten kürzen, um die Sparvorgaben für den Bundeshaushalt zu erfüllen. Das entspricht jeweils einem Drittel der Ausgaben für das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr für junge Menschen und den Bundesfreiwilligendienst für alle Altersstufen. Pro Jahrgang leisten insgesamt rund 100.000 Menschen einen Freiwilligendienst.
