Führt der Krieg im Nahen Osten zu mehr Geflüchteten aus dem Iran in Europa? Bisher machen Iranerinnen und Iraner nur einen kleinen Teil der Asylsuchenden aus. Deutschland ist dabei im Fokus.
2025 haben die Länder der EU sowie Norwegen und die Schweiz 7.879 Asylanträge von Menschen aus dem Iran verzeichnet. 2024 waren es 11.305 Anträge, wie die EU-Agentur für Asyl am Dienstag in Valletta auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mitteilte. Im Vergleich zu anderen Herkunftsländern machten 2025 iranische Asylgesuche weniger als ein Prozent aller europäischen EU-Asylanträge aus.
Mit Abstand die meisten iranischen Asylanträge wurden in Deutschland gestellt, gefolgt von Griechenland und Schweden. Anerkannt wurde in den vergangenen beiden Jahren etwa jeder dritte iranische Asylantrag.
Im am Dienstag vorgelegten jährlichen Asylbericht schreibt die EU-Agentur, dass von der weiteren Destabilisierung des Iran ein erhebliches Risiko für größere Flüchtlingsbewegungen ausgehe. Neben der iranischen Bevölkerung leben im Iran auch Geflüchtete vor allem aus den Nachbarländern. Laut Bericht ist der Iran das zweitgrößte Flüchtlingsaufnahmeland der Welt.