Der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch hat zu Beginn des Advents dazu aufgerufen, einsamen Mitmenschen ein offenes Ohr zu schenken und damit ein Hoffnungszeichen zu setzen. „Hoffnung entsteht da, wo Menschen füreinander da sind“, sagte Koch am Samstag im RBB-Hörfunk. Es gehöre nicht viel dazu, „ein kleines Licht der Menschlichkeit anzünden“: „Manchmal reicht schon zuhören und Zeit schenken.“
Als Beispiel verwies Koch auf die kirchliche Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg. Diese sei für ihn ein „Advents-Ort“: „Tag und Nacht sitzen dort Menschen - oft ehrenamtlich - die einfach da sind. Sie hören zu, wenn andere nicht mehr weiterwissen.“ Die Telelonseelsorge schenke Zeit und ein offenes Ohr. „Sie lösen vielleicht nicht sofort jedes Problem, aber sie geben das Gefühl: Du bist nicht allein. Du wirst gehört“, sagte der katholische Geistliche.