Erst Anfang der Woche verschleppten Bewaffnete zahlreiche Mädchen aus einem Internat im nordwestlichen Bundesstaat Kebbi. Jetzt gab es einen weiteren Angriff auf eine katholische Schule.
Im Nordwesten Nigerias ist laut Medienberichten erneut ein Internat überfallen worden. Bewaffnete hätten die katholische St. Mary’s School in Papiri am frühen Freitagmorgen angegriffen und viele Kinder sowie Lehrer entführt. Das Bistum Kontagora habe den Vorfall bestätigt, hieß es. Laut nigerianischen Online-Medien wurden 52 Minderjährige verschleppt. Erst am Montag hatte sich im benachbarten Bundesstaat Kebbi ein ähnlicher Überfall ereignet.
Der Bischof von Kontagora, Yohana Dauwa Bulus, hatte erst vor wenigen Tagen Sorge um den Schutz von Schulen in Nigeria bekundet. Das Land sei für seine Kinder nicht mehr sicher, sagte er am Dienstag dem katholischen Pressedienst ACI Africa in Reaktion auf die Entführungen in Kebbi. Unabhängig davon erlitten Christen in Nigeria seit Jahrzehnten eine “stille Diskriminierung und Verfolgung”.
Nigerias Präsident Bola Tinubu sagte bereits nach dem Vorfall in Kebbi geplante Reisen nach Südafrika und Angola ab. Dort finden in den kommenden Tagen der G20-Gipfel und ein Treffen zwischen EU und Afrikanischer Union statt.