Der Thüringer Zoopark Erfurt verstärkt 2026 sein Engagement für den internationalen und regionalen Artenschutz. Möglich werde dies nicht nur durch den freiwilligen Artenschutz-Euro an der Kasse, sondern auch durch die Beteiligung der Zoogäste an den Spendentrichtern in den Tierhäusern, teilte ein Zoo-Sprecher am Mittwoch mit. Das Geld werde in drei Projekte investiert.
Ein Teil der Mittel fließe in das Erfurter Gecko-Projekt in Tansania, das den stark bedrohten Himmelblauen Zwergtaggecko schützen soll. Neben der wissenschaftlichen Begleitung würden Maßnahmen zum Erhalt des Lebensraums und Aufklärungsarbeit vor Ort unterstützt. Ein weiteres Projekt richtet sich auf Madagaskar: Gemeinsam mit dem Verein „Chances for Nature e. V.“ setze sich der Zoopark für den Erhalt des Kirindy-Trockenwaldes und des Antimena-Mangrovengebietes ein. Beides seien besonders artenreiche Lebensräume, in denen unter anderem die seltene Fossa-Katze lebt.
Zudem beteilige sich der Zoo an der bundesweiten Kampagne „Zootier des Jahres“, teilte der Sprecher weiter mit. In diesem Jahr werde auf den Kronenkranich aufmerksam gemacht, von denen in Erfurt ein Paar lebt. Ziel der Kampagne sei, auf bedrohte Arten aufmerksam zu machen und konkrete Schutzmaßnahmen zu fördern. Zu den Kronenkranichen entstehe derzeit eine Ausstellung, die bald für Besucher zugänglich sein soll.
Laut Zoopark-Direktor Jan Schleinitz ist Artenschutz eine zentrale Aufgabe moderner Zoos. Ihre Tiere seien Botschafter ihrer Lebensräume und machten deutlich, warum Biodiversität wichtig ist und was verloren geht, wenn Arten verschwinden.