Die im Aufbau befindliche Stiftung „Welt der Versuchungen“ zeigt sich mit dem Gästeaufkommen ihrer am Sonntag zu Ende gegangenen ersten Ausstellung „On a night trip“ zufrieden. In der Erfurter Schau sollten Kunstwerke zum Nachdenken über den eigenen Drogenkonsum anregen, sei es Alkohol, Cannabis oder Ecstasy. Seit der Eröffnung im Oktober wurden 3.400 Besucher und Besucherinnen gezählt, sagte Chefkuratorin Susanne Rockweiler am Montag in Erfurt. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft habe Anklang gefunden.
Insbesondere die etwa 1.000 Schüler und Schülerinnen, die im Klassenverband das Vermittlungsangebot der Stiftung wahrgenommen haben, hätten die Erwartungen übertroffen, sagte Rockweiler. Auch die Offenheit und Qualität der Gespräche, die sich daraus entwickelten und die Qualität der Publikumsreaktionen seien ein Erfolg. So sei den Ausstellungsmachern beispielsweise aufgegeben worden, bei den Texten Angebote für verschiedene Ansprüche und Besuchergruppen zu machen.
Rockweiler kündigte an, diese Erkenntnisse in das nächste Ausstellungsprojekt einfließen zu lassen. Geplant sei für den Sommer 2024 eine Schau zum Thema Umgang mit den Sozialen Medien. Dann solle beispielsweise stärker auf Menschen eingegangen werden, die individuell und ohne Führung durch die Ausstellung gehen.
Die Stiftung „Welt der Versuchungen“ wurde 2021 in Erfurt gegründet. Sie dient dem Ziel, ergänzende Wege in der Suchforschung zu gehen und will bis 2027 ein weltweit einzigartiges Ausstellungshaus in der Thüringer Landeshauptstadt aufbauen.