Entwicklungsorganisationen: Globale Herausforderungen angehen

Nach der Wahl ist vor der Tat: Entwicklungsorganisationen appellieren an die künftige Bundesregierung, den Blick auf weltweite Themen nicht zu vergessen.

Entwicklungsorganisationen rufen die künftige Bundesregierung zu einem klaren Einsatz für Menschenrechte und den Kampf gegen Hunger auf. "Wir leben in einer Zeit multipler Krisen - Kriege, Vertreibung, Hunger und Klimawandel fordern entschlossenes Handeln. Deshalb braucht es eine Bundesregierung, die Verantwortung übernimmt - sowohl national als auch international", erklärte die Organisation Aktion gegen den Hunger am Montag in Berlin.

Die Mittel zur Prävention und Eindämmung von Hunger, Vertreibung, Konflikten und der Klimakrise dürften in den anstehenden Haushaltsverhandlungen nicht zur Disposition stehen, hieß es. Deutschland sei nach den USA der größte Geber und mit dem voraussichtlichen Wegbrechen der Mittel aus den Vereinigten Staaten sei die deutsche Verantwortung umso größer.

Auch Oxfam appellierte an die künftige Bundesregierung, wieder mehr Verantwortung zu übernehmen. "Die kommende Bundesregierung darf nicht hinter bereits Erreichtes zurückfallen, wir brauchen eine Politik für und nicht gegen Menschen und Menschenrechte." Statt bei Entwicklungszusammenarbeit, humanitärer Hilfe und Unterstützung zur Bewältigung der Klimakrise in einkommensschwachen Ländern zu kürzen, sollte sich die kommende Bundesregierung klar zum Erreichen des 0,7-Prozent-Ziels bekennen. Dabei geht es darum, mindestens 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in Entwicklungszusammenarbeit zu investieren.

👋 Unser Social Media