Empörung nach Anschlag auf Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten

Andreas Büttner lässt sich von einem Brandanschlag nicht einschüchtern. Bundesbeauftragter Felix Klein würdigt seinen Mut und unterstreicht, dass Antisemitismus in keiner Form toleriert werden darf.
Empörung nach Anschlag auf Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten
Auf dem Privatgrundstück des Antisemitismusbeauftragte des Landes Brandenburg, Andreas Büttner, wurde ein Brandanschlag verübt (Archivbild) - Imago / Michael Bahlo
Nach dem Brandanschlag auf dessen Privatgrundstück erfährt der Antisemitismusbeauftragte des Landes Brandenburg seitens der Bundesregierung Solidarität und Rückendeckung. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, zeigte sich in den Zeitungen der Funke Mediengruppe bestürzt über die Attacke auf Andreas Büttner. Klein sprach von einem feigen und zutiefst alarmierenden Ausdruck des Antisemitismus, dem sich Staat und Gesellschaft entschieden und mit allen Mitteln entgegenstellen müssten.

Nach Brandanschlag: Büttner zeigt klare Haltung

Büttners klares Signal, sich nicht einschüchtern zu lassen, nannte Klein „ein starkes Symbol von Mut und Standhaftigkeit“. Er fügte hinzu: „Genau diese Haltung brauchen wir in diesen Zeiten dringender denn je.“ Er habe mit Büttner gesprochen und ihm seine Solidarität und Unterstützung ausgesprochen, sagte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung. Antisemitismus bedrohe Juden wie Nichtjuden „ganz konkret mit Leib und Leben“. Und weiter: „Ob er sich hinter Hakenkreuzen, Hamas-Dreiecken oder anderen menschenverachtenden Symbolen verbirgt - Antisemitismus bleibt Antisemitismus.“ Dieser dürfe in der Gesellschaft keinen Platz haben und müsse konsequent bekämpft werden.

Behörden prüfen mögliche Hintergründe des Brandanschlags

Die Ermittlungen zu dem Brandanschlag auf einen Schuppen auf Büttners Privatgrundstück in Templin führt nach Polizeiangaben der Staatsschutz des Landeskriminalamtes. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, Innenminister René Wilke und Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (alle SPD) sowie weitere Politiker hatten den Angriff aus der Nacht zum Sonntag schon zuvor scharf kritisiert.

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