Von der Erhöhung des Mindestlohns auf 13,90 Euro zum 1. Januar sind in Hessen bis zu 363.000 Jobs und damit etwa elf Prozent der Beschäftigungsverhältnisse betroffen. Das geht aus Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamts hervor, die am Donnerstag in Wiesbaden veröffentlicht wurden. Dabei profitieren Frauen stärker von der Lohnerhöhung (13 Prozent) als Männer (10 Prozent).
Die Berechnung des Statistischen Landesamts bezieht sich auf Zahlen aus der Verdiensterhebung vom April 2025. Vor der Mindestlohnerhöhung wurden die genannten 363.000 Jobs mit weniger als den nun gültigen 13,90 Euro vergütet. Würden die Jobs nun mit dem neuen Mindestlohn vergütet, ergäbe sich für diese Beschäftigten rein rechnerisch eine Steigerung der Verdienstsumme um bis zu sechs Prozent. Die Ergebnisse sind laut Statistischem Landesamt jedoch als Obergrenze zu verstehen, weil anderweitige Lohnsteigerungen seit April 2025 in der Berechnung nicht berücksichtigt wurden.
Die hessischen Werte liegen leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit sind 12 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse betroffen, wobei 14 Prozent der Frauen und elf Prozent der Männer betroffen sind.