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EKKW-Synode verabschiedet Doppelhaushalt und gestaltet Verwaltung neu

Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat am Mittwoch den Doppelhaushalt 2026/2027 verabschiede. Trotz steigender Personalkosten fallen die erwarteten Defizite geringer aus als erwartet, berichtete die Vizepräsidentin der EKKW, Katharina Apel. Einsparungen und eine positive Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen im laufenden Jahr milderten die Defizite. 2026 würden rund eine Million Euro und 2027 etwa 1,7 Millionen Euro für den Haushaltsausgleich benötigt. Das Gesamtvolumen des Doppelhaushaltes beträgt für das Jahr 2026 rund 305,5 Millionen Euro, für das Jahr 2027 rund 302,8 Millionen. Größter Posten sind die Personalkosten einschließlich der Versorgungsbezüge. Sie steigen von 2024 bis 2027 um rund 8,5 Millionen Euro auf insgesamt rund 170 Millionen an.

Die Vorsitzende des Finanzausschusses, Dekanin Eva Brinke-Kriebel sagte, dass im Stellenplan 2026/27 von 727 bereits 43 Pfarrstellen sowie 32 unbefristete Stellen von Mitarbeitenden wegfielen. In zehn Jahren würden nur noch 50 Prozent der jetzigen Kirchensteuermittel zu Verfügung stehen, daher müssten „sozialverträglich“ weitere Stellen abgebaut werden.

Mit der Entscheidung zum Stellenplan bestätigte die Synode den Start der neuen „Kirchenverwaltung der Zukunft“ zum 1. Januar 2027. Die bisher elf Kirchenkreisämter, das Stadtkirchenamt Kassel und Teile des Landeskirchenamtes werden zu einer gemeinsamen Organisation zusammengeführt, die weiterhin an mehreren regionalen Standorten präsent sein soll. Rund 315 Stellen sollen demnach ohne Abbau in den landeskirchlichen Stellenplan überführt werden. Dies soll klarere Strukturen, sichere Arbeitsplätze und eine verlässliche Dienstleistung für alle kirchlichen Körperschaften gewährleisten.