Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) warnt davor, in der aktuellen sicherheitspolitischen Diskussion den Einsatz von Atomwaffen als Bestandteil der europäischen Verteidigungspolitik in Erwägung zu ziehen. Dabei werde übersehen, «welche schrecklichen Folgen ein Einsatz von Nuklearwaffen hätte und wie schon die Drohung mit Atomwaffen keine Sicherheit schafft, sondern die Spirale der militärischen Gewalt antreibt», sagte der AGDF-Vorsitzende Jochen Cornelius-Bundschuh.
Herstellung, Lagerung, Drohung und Einsatz von Atomwaffen sei «ethisch nicht akzeptabel», betonte der AGDF-Vorsitzende. Die Aktionsgemeinschaft forderte unverzüglich Verhandlungen über ihre Abrüstung und mittelfristig ein verlässliches und international sanktioniertes Verbot der Massenvernichtungswaffen. «Wir haben nicht zu wenig Atomwaffen in der Welt, wir haben zu viel», warnte der AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister.
