Schwerin. Langsam trudeln sie ein: Über 80-Jährige, zwei Mütter mit ihren Kindern, sogar ein Mann – leider nur einer. Christian Domke, Kantor der Friedensgemeinde Schwerin, zu der seit der kürzlich erfolgten Fusion auch die Versöhnungsgemeinde in Lankow samt ihrer gut heizbaren Neubaukirche gehört, hat schon alles vorbereitet: Etwa 20 Stühle sind im Halbkreis aufgestellt, der Flügel ist vor den Altar gerollt. Um die 20 Kinder, Frauen und Männer waren es bei den anderen schon erfolgten Zusammenkünften, zu denen er einmal im Monat an einem Samstagnachmittag von 14.30 bis 16.30 Uhr in die Versöhnungskirche in Schwerin Lankow einlädt.
Ein einzigartiger Chor weit und breit. Der immer wieder andere Menschen vereinigt, unverbindlich. Man kann kommen ohne jede Verpflichtung. Das nächste Mal vielleicht nicht – ohne sich entschuldigen oder ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Denn hier wird nicht für ein Konzert geprobt, bei dem die Einsätze, die Töne und die Tempi möglichst stimmen sollen – hier wird einfach nur miteinander gesungen. Mit der Bitte des Kantors, am folgenden Sonntag im Gottesdienst den Gemeindegesang und die Liturgie mit dem hier Geprobten zu unterstützen, oder wie er sagt: „aufzuwerten“.

