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Eigenanteile für stationäre Pflege in Hessen so hoch wie nie zuvor

Die Kosten für die Unterbringung in einem Pflegeheim sind auf einem Rekordhoch. Innerhalb der vergangenen acht Jahre sei der Eigenanteil der Bewohner um rund 900 Euro gestiegen, teilte die Krankenkasse AOK Hessen am Dienstag in Bad Homburg mit.

Demnach liege die durchschnittliche Gesamtbelastung der Bewohnerinnen und Bewohner nach Abzug der nach Wohndauer gestaffelten Leistungszuschläge der Pflegeversicherung inzwischen bei 2.608 Euro im Monat. Im Jahr 2017 habe der Betrag noch bei 1.703 Euro gelegen.

Das wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) sage voraus, dass der Anstieg auch in den kommenden Jahren anhalten werde. Die 2024 erfolgte Anhebung der Zuschläge der Pflegeversicherung und die seit vergangenem Jahr greifende Dynamisierung der Leistungssätze seien der Einschätzung des WIdOs nach nicht in der Lage, den Trend zu immer höheren finanziellen Belastungen nachhaltig zu stoppen.

Die Steigerung der Eigenbeteiligung sei aber nicht überall in Hessen gleich zu spüren. Im direkten Vergleich der Landkreise gäbe es große Unterschiede. Die höchste Steigerungsrate zwischen 2024 und 2025 habe demnach der Odenwaldkreis mit durchschnittlich 18,1 Prozent verzeichnet. Im Werra-Meissner-Kreis seien es lediglich 5,5 Prozent.