Der Kuckuck legt seine Eier bekanntlich in fremde Nester und überlässt das Brüten anderen. Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz will nun herausfinden, ob der Kuckuck – wie manche andere Vogelarten auch – wegen des Klimawandels früher aus seinem Winterquartier zurückkehrt. Denn: Seine Eiablage müsse der Kuckuck mit Wirtsvögeln genau abstimmen, sagte LBV-Biologin Angelika Nelson laut Mitteilung vom Mittwoch.
Sprich: Ohne Wirtsvögel gibt’s keinen Kuckucks-Nachwuchs. Komme der Kuckuck zu spät aus seinem Winterquartier zurück, könne er seine Eier nicht mehr rechtzeitig anderen Vögeln unterschieben. Wer zum Frühlingsstart die ersten Kuckucks-Rufe hört, soll diese daher dem LBV melden. Wer dem Kuckuck lauschen mag, sollte aber aufpassen. Der Balzruf der Türkentaube klinge ähnlich, teilte der LBV weiter mit.
Der Landesbund will auf diese Weise auch herausfinden, wo der Kuckuck überhaupt noch ruft. Denn der Kuckuck-Bestand geht deutschlandweit zurück. Üblicherweise ertönt der bekannte Ruf im Freistaat zwischen April und Juli. „Besonders an sonnigen, windstillen Tagen sind Kuckucke aktiv. Dann sind ihre Rufe weithin zu hören“, sagte Nelson. Meldungen sind möglich unter www.lbv.de/kuckuck. (1142/02.04.2025)