Die ehrenamtliche Tätigkeit gehört zur DNA der evangelischen Kirche. Schon Luther hob mit dem Priestertum aller Getauften die Bedeutung des Ehrenamtes hervor und berief sich dabei auf urchristliche Gepflogenheiten. Nicht ohne Grund sehen unsere Ordnungen daher vor, dass in den kirchlichen Leitungsgremien die ehrenamtlich Mitarbeitenden jeweils in der Mehrheit sein müssen. Grund genug für die Kirchenleitung, sich diesem Thema intensiver zu widmen.
Die Studienleiterin für Ehrenamt im Amt für kirchliche Dienste (AKD), Christiane Metzner, berichtete uns über aktuelle Entwicklungen im Ehrenamt. Hierzu gibt es zunächst viel Positives zu sagen. Sowohl die Zahl der Ehrenamtlichen, als auch die ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden haben in den vergangenen 30 Jahren stark zugenommen. Gleichzeitig wuchs auch die Zahl der gemeinnützigen Organisationen, so dass es heute viel mehr Möglichkeiten gibt, sich zu engagieren.
Evangelische Ehrenamtliche sind in der Regel vielfach engagiert. Nur etwa zehn Prozent von ihnen haben ihr Hauptengagement im kirchlichen Bereich. Zu beobachten ist eine Zunahme des Kurzzeit- oder projektbezogenen Engagements. Mancherorts wird eine abnehmende Verbindlichkeit in der ehrenamtlichen Tätigkeit beobachtet.
