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Ehemaliger Kirchenpräsident feiert 80. Geburtstag

Die Evangelische Landeskirche Anhalts ehrt ihren früheren Kirchenpräsidenten Helge Klassohn zum 80. Geburtstag. Dazu soll am Freitag eine festliche Andacht in Dessau-Roßlau stattfinden, teilte die Landeskirche am Montag mit. Außerdem habe die Landeskirche unter dem Titel „Wege in die anhaltische Kirchengeschichte“ einen umfassenden Aufsatz Klassohns zur Geschichte der evangelischen Kirche in Dessau und Anhalt veröffentlicht.

Helge Klassohn war von 1994 bis 2008 Kirchenpräsident, also leitender Geistlicher, der anhaltischen Kirche. In einer herausfordernden Zeit habe er sich entscheidend für die Eigenständigkeit der Landeskirche eingesetzt, sagte Oberkirchenrat Matthias Kopischke, der derzeit zusammen mit Franziska Bönsch das vakante Amt des Kirchenpräsidenten vertritt. Klassohn habe dazu beigetragen, dass die Menschen in Anhalt sich neu mit ihrer Region und ihrer Geschichte identifizierten.

Geboren wurde Klassohn 1944 im damals vom Deutschen Reich besetzten Riga in Lettland. Von 1963 bis 1968 studierte er Theologie an der Humboldt-Universität in Berlin. Nach dem Mauerfall wirkte er zudem als Mitglied im Stasi-Überprüfungsausschuss der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg.

Von 2007 bis 2015 war Klassohn Beauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für die Fragen der Spätaussiedler und Heimatvertriebenen, außerdem war er Mitglied im Stiftungsrat der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“. Er ist Mitglied der Kirchengeschichtlichen Kammer der Anhaltischen Landeskirche und verfasst Beiträge zu ihrer Geschichte.