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Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist Schmetterling des Jahres 2026

Der Schmetterling des Jahres 2026 ist der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Mit der Wahl wolle man auf die wachsenden Gefährdungen hinweisen, denen dieser besondere Tagfalter durch intensive Landnutzung und die Klimakrise ausgesetzt sei, erklärten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die BUND NRW Naturschutzstiftung am Donnerstag.

Der unscheinbare zimtbraune Falter mit einer Spannweite von 28 bis 33 Millimetern sei „ein ökologischer Spezialist“, hieß es. Für seinen Lebenszyklus ist er auf die Pflanze Großer Wiesenknopf und die Knotenameise angewiesen. Dieses Zusammenspiel sei „extrem störanfällig“, erklärte Jochen Behrmann von der BUND NRW Naturschutzstiftung. „Schon kleine Veränderungen in der Bewirtschaftung oder im Klima können das fragile Gleichgewicht aus dem Takt bringen.“

Die Pflanze und die Ameise würden durch Landnutzung und Klimaveränderungen seltener, hieß es. Immer mehr Lebensräume des nach EU-Recht streng geschützten Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings würden verschwinden und sein Bestand schrumpfe. In Deutschland werde sein Erhaltungszustand aktuell als „ungünstig-unzureichend“ mit negativem Trend eingestuft. Indem geeignete Wiesen erhalten oder wiederhergestellt werden, könne der Fortbestand des Schmetterlings unterstützt werden.

Seit 20 Jahren machen die Naturschützer mit der Kür des Schmetterlings des Jahres auf die Bedeutung und Bedrohung der Schmetterlinge aufmerksam.