"Nur was für Kinder reicher Eltern" - mit dem Freiwilligendienst läuft es in Deutschland nicht rund. DRK-Präsidentin Hasselfeldt plädiert deshalb für mehr Taschengeld. Nicht ihre einzige Idee.
Der Freiwilligendienst in Deutschland sollte aus Sicht der Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes durch mehr Taschengeld attraktiver gemacht werden. Dieses sollte sich am Bafög-Satz für Studierende orientieren, sagte Gerda Hasselfeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). "Man könnte das noch ausweiten, indem man zum Beispiel ein Deutschlandticket dazu bekommt und man könnte bundesweit identische Vorgaben machen, was die Anerkennung eines solchen Dienstes für Studienplätze angeht. Das würde die Attraktivität deutlich erhöhen."
Die fehlende Vergütung ist aus Hasselfeldts Sicht der Grund dafür, dass sich verhältnismäßig wenig junge Menschen für Freiwilligendienste entscheiden. "Diese sind momentan nicht besonders attraktiv und angesichts eines Taschengelds von 150 bis 300 Euro im Monat oft nur eine Angelegenheit für Kinder von finanziell gut aufgestellten Eltern." Gleichzeitig sei der Dienst auch für die Zukunft der sozialen Dienste und der Jugendlichen selbst wichtig. "Viele sind bereit, nach einem solchen Dienst eine Ausbildung im sozialen Bereich zu machen, können sich persönlich entwickeln - und viele arbeiten später auch ehrenamtlich", so die DRK-Präsidentin.